Glossar

Conformance Checking im Process Mining

vergleicht beobachtetes Prozessverhalten aus Event Logs mit einem Referenzmodell oder fachlichen Regeln und ordnet Abweichungen ein.

Was bedeutet Conformance Checking?

Conformance Checking vergleicht das beobachtete Verhalten eines Event Logs mit einem Sollmodell, einer Verfahrensregel oder einer zulässigen Ablaufmenge. Es zeigt, wo Ereignisse fehlen, zusätzlich auftreten, in anderer Reihenfolge erfolgen oder zeitliche Vorgaben verletzen.

Welche Referenz wird benötigt?

Die Referenz kann ein BPMN- oder Petri-Netz-Modell, eine Arbeitsanweisung, eine Freigaberegel, ein Qualitätsplan oder eine regelbasierte Beschreibung sein. Vor dem Vergleich wird geprüft, ob Modell und Daten dieselbe Systemgrenze, Granularität und Aktivitätsbedeutung verwenden.

Abweichung ist nicht automatisch Fehler

Eine Abweichung kann einen Regelverstoß, eine legitime Ausnahme, eine unvollständige Buchung oder ein veraltetes Sollmodell anzeigen. Deshalb wird sie nach Häufigkeit, Auswirkung, Kontext und Datenqualität segmentiert. Eine bloße Abweichungsquote ohne fachliche Einordnung kann falsche Prioritäten erzeugen.

Qualitätsdimensionen

DimensionFrage
FitnessWie viel beobachtetes Verhalten kann das Modell wiedergeben?
PräzisionWie viel nicht beobachtetes Verhalten erlaubt das Modell zusätzlich?
GeneralisierungBildet das Modell plausible, noch nicht beobachtete Fälle ab?
EinfachheitIst die Darstellung verständlich und zweckmäßig?

Anwendung: Process-Mining-Beratung und Process Mining in Produktion und Logistik.

Conformance Checking in der Praxis: Die passenden Planungs- und Beratungsansätze bündelt unsere Leistungsübersicht.