Anlass
- Der dokumentierte Bestand ist regelmäßig veraltet, weil Änderungen nicht nachgetragen werden
- Jedes Planungsprojekt beginnt erneut mit einer Bestandsaufnahme
- Mehrere Standorte sollen vergleichbar dokumentiert und zentral verfügbar sein
- Planung, Instandhaltung und Arbeitssicherheit arbeiten auf unterschiedlichen Ständen
- Umbauten laufen häufig, die Nachdokumentation kommt nicht mit
Vorgehen
1. Zweck und Detailtiefe festlegen. Ein digitaler Zwilling ist kein Selbstzweck. Festgelegt wird, welche Fragen er beantworten soll — Flächenverfügbarkeit, Anlagenbestand, Medienführung, Kapazitäten — und welche Detailtiefe dafür erforderlich ist. Zu hohe Detailtiefe scheitert später an der Pflege.
2. Basismodell. Grundlage ist die digitale Bestandsaufnahme, in der Regel per 3D-Scan, aufgebaut in vistable und AutoCAD.
3. Datenquellen anbinden. Definiert wird, welche Informationen aus welchen Systemen einfließen: Anlagenstammdaten, Flächen- und Nutzungsdaten, Instandhaltungsdaten. Der Umfang richtet sich nach dem festgelegten Zweck.
4. Aktualisierungsprozess. Der entscheidende Teil. Festgelegt werden Auslöser für eine Aktualisierung, Verantwortlichkeiten, Intervalle und die Einbindung in bestehende Änderungsprozesse. Ohne diesen Schritt entsteht ein Modell, das ab dem Tag der Übergabe altert.
5. Zugriff und Rollen. Wer liest, wer pflegt, wer gibt frei. Formate und Zugriffswege werden so gewählt, dass auch Beteiligte ohne CAD-Kenntnisse mit dem Modell arbeiten können.
6. Einführung und Übergabe. Schulung der pflegenden Rollen, Begleitung der ersten Aktualisierungszyklen, Übergabe der Dokumentation.
Ergebnis / Deliverables
- Betriebsfähiges digitales Abbild des Standorts
- Definierter Aktualisierungsprozess mit Verantwortlichkeiten
- Rollen- und Zugriffskonzept
- Dokumentation und Einweisung der pflegenden Rollen