Leistung

Fahrerlose Transportsysteme

FTS und AMR: Routen, Flottengröße und Integration in bestehende Materialfluss- und Lagerprozesse.

Kurzantwort

Bross Consulting konzipiert fahrerlose Transportsysteme (FTS) und autonome mobile Roboter (AMR) für den innerbetrieblichen Transport. Die Leistung umfasst die Analyse der Transportaufgaben, die Auswahl der Fahrzeugtechnologie, die Dimensionierung der Flotte, die Prüfung von Layout und Fahrkursen sowie Ausschreibung, Inbetriebnahme und Abnahme. Die Schnittstellen zu Lagerverwaltungssystem und Leitsteuerung werden mitspezifiziert.

Anlass

Automatisierung des innerbetrieblichen Transports wird meist aus einem von drei Gründen betrachtet:

  • Personal. Fahrpersonal für Stapler und Schlepper ist schwer zu besetzen, besonders im Mehrschichtbetrieb.
  • Sicherheit. Mischverkehr aus Staplern und Fußgängern ist die häufigste Quelle schwerer innerbetrieblicher Unfälle.
  • Struktur. Transporte laufen wiederkehrend auf festen Relationen, in gleichbleibender Frequenz, mit einheitlichen Ladungsträgern — das sind die Bedingungen, unter denen Automatisierung trägt.

Häufig kommt der Anlass aus einem übergeordneten Projekt: Neubau, Erweiterung, Verlagerung oder die Einführung eines neuen Lagerverwaltungssystems.

Vorgehen

1. Transportmatrix. Alle innerbetrieblichen Transportrelationen werden mit Quelle, Ziel, Ladungsträger, Menge, Frequenz und Zeitprofil erfasst. Grundlage sind Bewegungsdaten aus ERP oder Lagerverwaltungssystem, ergänzt um Beobachtung vor Ort.

2. Eignungsprüfung. Je Relation wird geprüft, ob Automatisierung technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. Kriterien sind Wiederholhäufigkeit, Standardisierung der Ladungsträger, Weglänge, Zeitfenster und Umfeldbedingungen.

3. Technologieauswahl. Abhängig von Ladungsträger und Aufgabe kommen unterschiedliche Fahrzeugkonzepte in Frage — Unterfahr-AMR, Gabelstapler-AGV, Schlepperzüge, Sonderfahrzeuge. Unterschieden wird zudem zwischen spurgeführten Systemen und frei navigierenden Fahrzeugen.

4. Flottendimensionierung. Die Fahrzeuganzahl ergibt sich aus Spielzeiten, Auslastungsgrad, Lade- und Wartezeiten sowie Reserven für Spitzenlast. Bei komplexen Verkehren wird das Ergebnis über eine Materialflusssimulation abgesichert.

5. Layout und Fahrkurse. Geprüft werden Gangbreiten, Radien, Bodenqualität, Türen und Tore, Aufzüge, Brandschutzabschnitte, Übergabestationen und Ladepunkte. Ergebnis ist ein Layoutplan mit eingezeichneten Fahrkursen.

6. Schnittstellen. Spezifiziert werden Anbindung an Leitsteuerung und Lagerverwaltungssystem, Auftragsübergabe, Statusrückmeldung sowie die Ansteuerung von Toren, Brandschutztüren und Aufzügen.

7. Ausschreibung und Auswahl. Lastenheft, Anbieteransprache, Angebotsvergleich, Entscheidungsvorlage.

8. Inbetriebnahme. Begleitung von Installation, Einfahrbetrieb und Abnahme gegen die vereinbarten Leistungskriterien.

Ergebnis / Deliverables

  • Transportmatrix mit Mengengerüst
  • Eignungs- und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung je Relation
  • Flottendimensionierung, bei Bedarf simulationsgestützt
  • Layoutplan mit Fahrkursen, Übergabe- und Ladepunkten
  • Lastenheft und Schnittstellenspezifikation
  • Entscheidungsvorlage
  • Abnahmeprotokoll

FAQ

Häufige Fragen

Wie viele Fahrzeuge sind erforderlich?

Die Anzahl ergibt sich aus Transportmengen, Weglängen, Spielzeiten und Zeitprofilen, nicht aus Erfahrungswerten. Bei stark schwankender Last oder Engstellen im Layout wird das Ergebnis über eine Simulation abgesichert, weil Wartezeiten an Übergabepunkten die reine Rechnung verzerren.

Worin unterscheiden sich FTS und AMR?

Klassische FTS folgen einer festgelegten Spur oder einem definierten Fahrkurs. AMR navigieren frei, erkennen Hindernisse und planen Wege selbst. Frei navigierende Fahrzeuge sind flexibler, spurgeführte in getakteten Abläufen oft robuster.

Muss die Halle umgebaut werden?

In der Regel nicht grundlegend, aber es gibt harte Randbedingungen: Bodenqualität, Gangbreiten, Radien an Engstellen, Ansteuerung von Toren und Brandschutztüren sowie definierte Übergabepunkte. Diese Prüfung erfolgt vor der Ausschreibung, nicht danach.

Kontakt

Von der Idee zur belastbaren Planung

Wir schaffen Transparenz, priorisieren Varianten und begleiten die Umsetzung.