Leistungen
Leistungen
Fabrikplanung, Lagerplanung und Produktionslogistik — drei Felder, eine Systematik.
Kurzantwort
Bross Consulting plant Produktions- und Logistiksysteme in drei Feldern: Fabrikplanung ordnet die gesamte Fabrikstruktur, Lagerplanung dimensioniert Lager und Kommissionierung, Produktionslogistik plant Materialfluss und Versorgung. Alle drei folgen derselben datenbasierten Systematik — von der Analyse über bewertete Varianten bis zum umsetzungsreifen Konzept.
Fabrikplanung
Fabrikplanung ordnet die gesamte Produktion räumlich und strukturell: Welche Bereiche gehören zusammen, wie groß müssen sie sein, wie fließt das Material durch das Werk und wie sieht das Layout aus, das Kapazität, Wege und Erweiterung in Einklang bringt. Sie beginnt bei Zielen und Datenlage und endet beim umsetzungsreifen Detaillayout mit Genehmigungs- und Ausschreibungsunterlagen.
Abgrenzung. Fabrikplanung ist die übergeordnete Disziplin: Sie legt fest, wo Produktion, Lager und Verkehrswege liegen und wie sie zusammenwirken. Lagerplanung und Produktionslogistik sind Teilbereiche, die diesen Rahmen ausfüllen — die Fabrikplanung setzt den Rahmen, in dem beide funktionieren müssen.
Woran man den Bedarf erkennt. Neubau, Umzug, Kapazitätserweiterung, Produktwechsel — oder ein gewachsenes Layout, das an Flächen- und Flussgrenzen stößt.
Mehr dazu auf der Seite Fabrikplanung; die arbeitsplatznahe Montageplanung ist ein Teilaspekt.
Lagerplanung
Lagerplanung dimensioniert Lager- und Kommissionierbereiche und wählt die passende Technik: Kapazität und Reichweite, Lager- und Fördertechnik, Kommissionierstrategie, Flächen- und Personalbedarf. Ziel ist ein Lager, das die geforderte Ein- und Auslagerleistung bei vertretbarer Investition und Fläche erbringt.
Abgrenzung. Während die Fabrikplanung Ort und Größe des Lagers im Werksgefüge festlegt, plant die Lagerplanung dessen Inneres im Detail. Von der Produktionslogistik unterscheidet sie der Fokus: Lagerplanung organisiert Bevorratung und Kommissionierung, die Produktionslogistik den Fluss von dort zur Produktion.
Woran man den Bedarf erkennt. Volle Läger trotz sinkender Bestände, lange Kommissionierwege, eine offene Technikentscheidung — oder die Planung eines eigenständigen Distributionszentrums.
Mehr dazu auf der Seite Lagerplanung.
Produktionslogistik
Produktionslogistik plant den Materialfluss und die Versorgung innerhalb der Produktion: Materialbereitstellung am Arbeitsplatz, Transportkonzepte wie Routenzugsysteme, Bereitstell- und Pufferflächen sowie die Analyse und Optimierung der Materialflüsse. Grundlage ist die Materialflussanalyse, die Quellen, Senken und Intensitäten sichtbar macht.
Abgrenzung. Produktionslogistik verbindet, was Fabrik- und Lagerplanung anordnen: Sie plant nicht die Struktur (das ist Fabrikplanung) und nicht die Bevorratung (das ist Lagerplanung), sondern den Fluss dazwischen — dass das richtige Material in der richtigen Menge zur richtigen Zeit an den Verbauort kommt.
Woran man den Bedarf erkennt. Versorgungsengpässe an der Linie, hohe innerbetriebliche Transportaufwände, Umstellung auf getaktete Montage oder eine wachsende Variantenzahl.
Mehr dazu im Logistikkonzept und in der Materialflussanalyse.
Wie ein Projekt abläuft
Unabhängig vom Feld folgt ein Projekt der Phasensystematik der VDI 5200 — von der Zielfestlegung über Grundlagen, Konzept und Detail bis zu Realisierung und Hochlauf. Jede Phase liefert ein prüfbares Ergebnis, bevor die nächste beginnt. Wie die sieben Phasen im Einzelnen aufgebaut sind, zeigt unsere Darstellung zur Fabrikplanung nach VDI 5200.
FAQ
Häufige Fragen
Was kostet eine Fabrikplanung?
Planungsleistungen werden in der Regel nach Aufwand vergütet; die Richtlinie VDI 5200 enthält kein Honorarmodell. Die Größenordnung hängt von Projektumfang, Detaillierungsgrad und Leistungsschnitt ab — vor allem davon, ob nur bis zur Konzeptplanung oder bis zur Umsetzung beauftragt wird. Belastbar wird die Aussage nach der ersten Phase, in der der Arbeitspaketplan feststeht.
Wie lange dauert ein Planungsprojekt?
Von wenigen Wochen für ein einzelnes Segment bis zu mehreren Jahren für ein Werk auf der grünen Wiese. Die frühen Phasen bis zur bewerteten Variante machen meist den kleineren Teil der Kalenderzeit aus, aber den größten Teil der planerischen Wertschöpfung.
Ab welcher Größe lohnt sich externe Planung?
Weniger die Größe entscheidet als die Tragweite: Sobald Zielkonflikte zwischen Kapazität, Fläche, Investition und laufendem Betrieb entstehen oder eine unabhängige, nachvollziehbar bewertete Variantenentscheidung gebraucht wird, lohnt sich externe Planung — auch bei mittelständischen Projekten.
Was unterscheidet Fabrikplanung von Lagerplanung?
Fabrikplanung ordnet die gesamte Produktion einschließlich ihrer Logistik räumlich und strukturell. Lagerplanung ist ein Teilbereich davon: die detaillierte Auslegung der Lager- und Kommissionierbereiche. Ein reines Distributionszentrum lässt sich auch eigenständig als Lagerplanung planen.
Wann braucht es Produktionslogistik statt reiner Fabrikplanung?
Sobald nicht die Struktur die Frage ist, sondern der Fluss: Wie wird die Linie versorgt, mit welchen Transportmitteln, in welcher Bereitstellform. Produktionslogistik setzt dort an, wo das Layout steht und die Versorgung im Takt funktionieren muss.
Absender
Diese Leistungen verantwortet Bross Consulting, eine Ingenieur- und Unternehmensberatung für Fabrik-, Lager- und Logistikplanung mit Büros in München, Berlin und Stuttgart. Fachlich verantwortet die Planungsmethodik Dr.-Ing. Florian Bross, Managing Partner.