Leistung

Process Mining

Tatsächliche Prozessabläufe aus ERP- und MES-Daten rekonstruieren, Abweichungen und Engpässe aufdecken.

Kurzantwort

Bross Consulting rekonstruiert Prozesse aus den Systemdaten, die im laufenden Betrieb ohnehin entstehen. Aus Zeitstempeln in ERP-, Lagerverwaltungs- und MES-Systemen wird der tatsächliche Prozessverlauf sichtbar — mit allen Varianten, Rücksprüngen und Wartezeiten. Eingesetzt werden SAP Signavio, Celonis und Microsoft Power Automate. Ergebnis sind rekonstruierte Prozessmodelle, eine Varianten- und Engpassanalyse sowie ein Maßnahmenplan.

Anlass

  • Der dokumentierte Prozess und der tatsächliche Ablauf weichen voneinander ab, ohne dass das Ausmaß bekannt ist
  • Durchlaufzeiten schwanken stark, die Ursache liegt nicht in der Kapazität
  • Es gibt viele Sonderfälle und manuelle Nacharbeiten, deren Häufigkeit niemand belegen kann
  • Vor der Einführung eines neuen ERP- oder Lagerverwaltungssystems soll der Ist-Prozess objektiv vorliegen, nicht als Selbstauskunft der Fachbereiche
  • Nach einer Systemeinführung soll geprüft werden, ob der Sollprozess tatsächlich gelebt wird

Vorgehen

1. Zielfrage festlegen. Process Mining beantwortet konkrete Fragen, keine allgemeinen. Festgelegt wird, welcher Prozess betrachtet wird und welche Entscheidung das Ergebnis stützen soll.

2. Datenquellen und Ereignisprotokoll. Bestimmt werden die Systeme und Tabellen, aus denen sich ein Ereignisprotokoll bilden lässt. Erforderlich sind mindestens drei Angaben je Ereignis: eine Fallkennung, eine Aktivität und ein Zeitstempel.

3. Extraktion und Datenqualität. Die Daten werden extrahiert und geprüft. Fehlende Zeitstempel, Sammelbuchungen und nachträgliche Korrekturbuchungen sind die häufigsten Ursachen für Fehlinterpretationen und werden vorab bewertet.

4. Prozessrekonstruktion. Aus dem Ereignisprotokoll wird der tatsächliche Prozessverlauf modelliert, einschließlich aller vorkommenden Varianten.

5. Analyse. Ausgewertet werden Variantenhäufigkeit, Durchlauf- und Wartezeiten je Prozessschritt, Rücksprünge und Wiederholungen sowie Abweichungen vom Sollprozess.

6. Maßnahmen. Die Befunde werden in Maßnahmen übersetzt — organisatorisch, systemseitig oder in der Prozessgestaltung — und priorisiert.

Ergebnis / Deliverables

  • Spezifikation des Ereignisprotokolls, wiederverwendbar für weitere Auswertungen
  • Bewertung der Datenqualität mit ihren Grenzen
  • Rekonstruierte Prozessmodelle mit Variantenübersicht
  • Durchlaufzeit- und Engpassanalyse
  • Abweichungsanalyse gegen den Sollprozess
  • Priorisierter Maßnahmenplan

FAQ

Häufige Fragen

Welche Daten sind erforderlich?

Ein Ereignisprotokoll mit Fallkennung, Aktivität und Zeitstempel. Diese Angaben entstehen in ERP-, Lagerverwaltungs- und MES-Systemen im Normalbetrieb. Zusätzliche Erfassung im Betrieb ist in der Regel nicht erforderlich.

Wodurch unterscheidet sich Process Mining von der Wertstromanalyse?

Process Mining rekonstruiert den Prozess aus Systemdaten und erfasst dadurch alle Fälle über einen längeren Zeitraum, einschließlich seltener Varianten. Die Wertstromanalyse nimmt vor Ort auf und erfasst auch, was nicht im System steht — Wartegründe, Improvisationen, informelle Absprachen. Die Verfahren ergänzen sich: Systemdaten zeigen das Ausmaß, die Aufnahme vor Ort die Ursache.

Ist eine eigene Softwarelizenz erforderlich?

Für eine erstmalige Analyse nicht zwingend. Soll die Auswertung dauerhaft im Unternehmen betrieben werden, gehört die Werkzeugauswahl zum Projektumfang.

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Von der Idee zur belastbaren Planung

Wir schaffen Transparenz, priorisieren Varianten und begleiten die Umsetzung.