Leistung

Lagertechnik

Regalsysteme, automatische Kleinteilelager und Shuttle-Systeme — ausgewählt nach Artikelspektrum, Umschlag und Fläche.

Kurzantwort

Bross Consulting wählt und dimensioniert Lagertechnik für Neubauten und bestehende Läger — von konventionellen Regalsystemen bis zu automatischen Kleinteilelägern und Shuttlesystemen. Die Leistung umfasst die Analyse von Artikel- und Bewegungsdaten, das Mengengerüst, den Variantenvergleich, die Dimensionierung sowie Lastenheft und Ausschreibung.

Anlass

  • Die Lagerkapazität ist erschöpft, Ware wird ausgelagert oder auf Blockflächen gepuffert
  • Die Kommissionierleistung reicht in Spitzenzeiten nicht mehr aus
  • Die Artikelstruktur hat sich verändert: mehr Varianten, kleinere Mengen, häufigere Aufträge
  • Ein Neubau steht an und die Technikentscheidung bestimmt Gebäudehöhe, Brandschutzkonzept und Investitionsvolumen
  • Bestehende Technik erreicht das Ende ihrer Nutzungsdauer, eine Ersatz- oder Umbauentscheidung steht an

Die Technikentscheidung ist unter allen Lagerentscheidungen die am schwersten korrigierbare, weil sie Gebäude, Prozesse und Systemlandschaft langfristig bindet.

Vorgehen

1. Datenanalyse. Artikelstamm und Bewegungsdaten werden aufbereitet und strukturiert: ABC-Analyse nach Zugriffshäufigkeit, XYZ-Analyse nach Bedarfsschwankung, Auswertung von Auftragsstruktur, Positionen je Auftrag und Ladungsträgerarten.

2. Mengengerüst. Aus Bestandsdaten und Planungsprämissen entsteht das Mengengerüst für den Planungshorizont — Stellplatzbedarf je Lagerbereich, Ein- und Auslagerleistung, Kommissionierleistung, Spitzenfaktoren.

3. Variantenvergleich. Für die relevanten Lagerbereiche werden Technikvarianten gegenübergestellt: Palettenregal, Schmalgangregal, Verschieberegal, Durchlaufregal, automatisches Kleinteilelager, Shuttlesystem, Kommissioniertechnik. Bewertet werden Flächen- und Raumnutzung, Leistung, Investition, Betriebskosten, Erweiterbarkeit und Verfügbarkeit.

4. Dimensionierung. Für die Vorzugsvariante werden Stellplätze, Gassenanzahl, Geräteanzahl, Spielzeiten und Pufferbedarf gerechnet.

5. Layoutintegration. Die Technik wird ins Hallenlayout eingepasst: Anbindung an Wareneingang und Warenausgang, Wege, Brandschutzabschnitte, Bedien- und Wartungsflächen.

6. Lastenheft und Ausschreibung. Funktionale Spezifikation, Anbieteransprache, Angebotsvergleich, Entscheidungsvorlage.

Ergebnis / Deliverables

  • Aufbereitete Artikel- und Bewegungsdatenanalyse
  • Mengengerüst für den Planungshorizont
  • Variantenvergleich mit Bewertungsmatrix
  • Dimensionierungsrechnung der Vorzugsvariante
  • Layoutplan
  • Investitionsschätzung
  • Lastenheft als Ausschreibungsgrundlage

FAQ

Häufige Fragen

Automatisches Kleinteilelager oder Shuttlesystem?

Die Entscheidung hängt an der geforderten Leistung und ihrer Schwankung. Shuttlesysteme skalieren die Leistung über die Anzahl der Fahrzeuge und sind bei hohen Spitzenlasten flexibler; Kleinteileläger mit Regalbediengeräten sind bei gleichmäßiger Last und großer Lagertiefe oft wirtschaftlicher. Belastbar wird die Antwort erst mit dem Mengengerüst.

Über welchen Zeitraum wird dimensioniert?

Üblich ist ein Horizont, der die geplante Nutzungsdauer der Technik abdeckt, mit definierten Erweiterungsstufen. Wichtiger als die Jahreszahl ist, dass die Erweiterbarkeit baulich und systemseitig von Anfang an vorgesehen wird.

Ist Automatisierung immer die wirtschaftlichere Lösung?

Nicht grundsätzlich. Automatisierung senkt Personalkosten und erhöht Flächennutzung, bindet aber Investition und reduziert Flexibilität bei Strukturveränderungen. Der Variantenvergleich stellt beide Effekte gegenüber, statt eine Richtung vorauszusetzen.

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Von der Idee zur belastbaren Planung

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