Anlass
- Bestände sind hoch und die Lieferfähigkeit trotzdem unzureichend
- Fracht- und Logistikkosten steigen, ohne dass die Treiber benannt sind
- Das Netzwerk ist über Jahre gewachsen: Läger, Standorte und Transportrelationen sind historisch entstanden, nicht gestaltet
- Die Frage nach einem Zentrallager oder nach dezentraler Struktur steht an
- Ein Logistikdienstleister soll gewechselt, ausgeschrieben oder Logistik insourced werden
- Für eine neue Fertigung oder Montage wird ein Versorgungskonzept gebraucht
- Absatz- und Produktionsplanung sind nicht abgestimmt, Bestände und Engpässe entstehen als Folge
Vorgehen
1. Netzwerk und Prozesse aufnehmen. Erfasst werden Standorte, Läger, Transportrelationen, Lieferantenstruktur und Kundenanforderungen sowie die Prozesse in Beschaffung, Intralogistik und Distribution.
2. Datenanalyse. Ausgewertet werden Bestands-, Sendungs- und Bedarfsdaten: Bestandsreichweiten je Artikelgruppe, Sendungsstruktur und -frequenzen, Lieferzuverlässigkeit, Kostentreiber. Die Aufbereitung der Daten ist Teil der Leistung, nicht deren Voraussetzung.
3. Bevorratungsstrategie. Festgelegt wird, welche Artikelgruppen wo und in welcher Höhe bevorratet werden — differenziert nach Verbrauchsverhalten, Wiederbeschaffungszeit und Lieferrisiko, mit den zugehörigen Dispositionsverfahren.
4. Netzwerk- und Standortszenarien. Entwickelt und bewertet werden Szenarien für die Netzwerkstruktur: Zentralisierung, Regionalisierung, Standortzahl und Funktionszuordnung der Läger.
5. Versorgungskonzepte. Für die Produktionsversorgung werden Konzepte gestaltet und ausgelegt — Bereitstellungsformen an der Linie, verbrauchsgesteuerte Verfahren, Routenzüge und Milkruns, Sequenzierung, Behälterkreisläufe.
6. Eigenleistung und Dienstleister. Bewertet wird, welche Logistikfunktionen selbst erbracht und welche vergeben werden, einschließlich Betreibermodell und Ausschreibungsgrundlage.
7. Roadmap und Entscheidungsvorlage. Die Vorzugsvariante wird mit Umsetzungsstufen, Investitions- und Kostenwirkung sowie Voraussetzungen aufbereitet.
Ergebnis / Deliverables
- Netzwerk- und Prozessbild des Ist-Zustands
- Bestandsanalyse mit Reichweiten je Artikelgruppe
- Bevorratungs- und Dispositionsstrategie
- Bewerteter Szenarienvergleich der Netzwerkstruktur
- Versorgungskonzept für die Produktion
- Bewertung Eigenleistung gegenüber Fremdvergabe
- Logistikkonzept mit Umsetzungsstufen und Entscheidungsvorlage