Leistung

Wertstromanalyse

Material- und Informationsflüsse aufnehmen, Bestände und Wartezeiten sichtbar machen, Verschwendung reduzieren.

Kurzantwort

Bross Consulting führt Wertstromanalysen für Produktions- und Logistikprozesse durch. Erfasst werden Material- und Informationsfluss einer Produktfamilie vom Wareneingang bis zum Versand, einschließlich Beständen, Bearbeitungs- und Durchlaufzeiten. Ergebnis sind eine Ist-Wertstromkarte, die Kennzahlen zu Durchlaufzeit und Wertschöpfungsanteil, ein Soll-Wertstrom und ein priorisierter Maßnahmenplan.

Anlass

  • Durchlaufzeiten sind lang, ohne dass klar ist, wo die Zeit verloren geht
  • Bestände sind hoch, gleichzeitig fehlen Teile an der Linie
  • Termine werden gerissen, obwohl die Kapazität ausreichend erscheint
  • Vor einer Investition soll geklärt werden, ob das Problem Kapazität oder Organisation ist
  • Ein Verbesserungsprogramm soll auf belastbarer Grundlage starten

Die Wertstromanalyse ist besonders dann angebracht, wenn Kennzahlen aus dem System und Wahrnehmung im Betrieb auseinanderfallen.

Vorgehen

1. Produktfamilie auswählen. Analysiert wird nicht das gesamte Werk, sondern eine Produktfamilie mit vergleichbarem Prozessdurchlauf. Die Auswahl erfolgt anhand von Mengen, Umsatzanteil und Problemrelevanz.

2. Ist-Wertstrom aufnehmen. Die Aufnahme erfolgt vor Ort, im Gehen entgegen der Flussrichtung. Erfasst werden Prozessschritte, Bearbeitungszeiten, Rüstzeiten, Losgrößen, Bestände zwischen den Schritten, Ausschuss- und Nacharbeitsquoten sowie der Informationsfluss — wie Aufträge ausgelöst und Prioritäten gesetzt werden.

3. Kennzahlen ermitteln. Aus der Aufnahme werden Durchlaufzeit, Wertschöpfungsanteil, Bestandsreichweiten und Engpässe abgeleitet.

4. Verschwendung identifizieren. Bewertet werden Wartezeiten, Bestände, Transporte, Nacharbeit, Überproduktion und nicht genutzte Fähigkeiten.

5. Soll-Wertstrom entwerfen. Der Zielzustand wird gemeinsam mit den Beteiligten entwickelt — Taktung, Pull-Steuerung, Losgrößen, Puffergestaltung, Layoutanpassungen.

6. Maßnahmenplan. Die Maßnahmen werden nach Wirkung und Aufwand priorisiert und mit Verantwortlichkeiten versehen.

Ergebnis / Deliverables

  • Ist-Wertstromkarte der betrachteten Produktfamilie
  • Kennzahlen zu Durchlaufzeit, Wertschöpfungsanteil und Bestandsreichweiten
  • Benannte Verschwendungsarten mit Ursachenzuordnung
  • Soll-Wertstrom
  • Priorisierter Maßnahmenplan

FAQ

Häufige Fragen

Worin unterscheidet sich die Wertstromanalyse von der Materialflussanalyse?

Die Wertstromanalyse betrachtet eine Produktfamilie über die Prozesskette hinweg und stellt Zeit und Information in den Mittelpunkt — Durchlaufzeit, Bestände, Auftragssteuerung. Die Materialflussanalyse betrachtet Mengen, Wege und Flächen im gesamten Werk und ist die Grundlage für Layout- und Transportentscheidungen. Beide werden häufig kombiniert.

Wie lange dauert eine Wertstromanalyse?

Der Aufnahmeteil ist kurz und findet vor Ort statt. Aufwandstreiber sind die Anzahl der Prozessschritte, die Datenverfügbarkeit und die Abstimmung des Soll-Zustands mit den Beteiligten.

Sind Lean-Vorkenntnisse im Unternehmen erforderlich?

Nicht erforderlich. Die Methodik wird im Rahmen der Aufnahme vermittelt. Die Beteiligung der Mitarbeitenden aus dem betrachteten Bereich ist allerdings entscheidend, weil die Aufnahme auf ihrer Prozesskenntnis aufbaut.

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Von der Idee zur belastbaren Planung

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