Leistung

Fertigungsstrategie

Fertigungstiefe, Make-or-Buy und Technologiewahl — abgestimmt auf Produktprogramm, Kapazitäten und Standorte.

Kurzantwort

Bross Consulting entwickelt Fertigungsstrategien für produzierende Unternehmen. Behandelt werden Fertigungstiefe und Make-or-Buy-Entscheidungen, die Auswahl von Fertigungstechnologien sowie die Verteilung von Kapazitäten auf Standorte. Ergebnis sind eine Fertigungsstrategie mit Umsetzungsstufen und eine Entscheidungsvorlage für die Geschäftsführung. Adressat ist die Unternehmensleitung, nicht die Fertigungssteuerung.

Anlass

Eine Fertigungsstrategie wird meist dann gebraucht, wenn eine Einzelentscheidung ansteht, die sich nicht isoliert treffen lässt:

  • Eine neue Produktgeneration steht an und die Frage ist, welche Schritte im Haus bleiben
  • Eine Fertigungstechnologie soll ersetzt werden, die Investition bindet das Unternehmen für Jahre
  • Zulieferpreise, Verfügbarkeiten oder Qualität sprechen für Rückverlagerung
  • Kapazität stößt an Grenzen und die Alternative lautet Erweiterung, Verlagerung oder Zukauf
  • Mehrere Standorte fertigen Ähnliches, ohne dass die Aufteilung begründet ist
  • Ein Unternehmenskauf oder -verkauf verlangt eine Bewertung der Fertigungsstruktur

Der gemeinsame Kern: Es geht nicht darum, wie effizient gefertigt wird, sondern was überhaupt selbst gefertigt wird, womit und wo.

Vorgehen

1. Ausgangslage strukturieren. Produkte und Fertigungsschritte werden in einer Produkt-Prozess-Matrix gegenübergestellt. Erfasst werden Mengen, Wertschöpfungsanteile, eingesetzte Technologien und Auslastung.

2. Fertigungstiefe bewerten. Je Fertigungsschritt wird geprüft, ob Eigenfertigung oder Zukauf sinnvoll ist. Bewertungsdimensionen sind Kernkompetenz und Differenzierung, Kosten und Kapitalbindung, Verfügbarkeit und Lieferrisiko, Know-how-Schutz sowie Flexibilität bei Mengenschwankungen.

3. Technologieoptionen prüfen. Für die im Haus verbleibenden Schritte werden Technologiealternativen gegenübergestellt — Automatisierungsgrad, Flexibilität, Stückkosten, Investitionsbedarf, Verfügbarkeit von Fachpersonal.

4. Kapazitäts- und Standortszenarien. Entwickelt werden Szenarien für die Verteilung von Kapazitäten und Fertigungsumfängen auf bestehende und mögliche Standorte.

5. Wirtschaftlichkeit und Risiko. Die Szenarien werden wirtschaftlich bewertet und einer Risikobetrachtung unterzogen, einschließlich Sensitivität gegenüber Mengen- und Preisänderungen.

6. Strategie und Roadmap. Die Vorzugsvariante wird als Fertigungsstrategie ausformuliert, mit Umsetzungsstufen, Voraussetzungen und Entscheidungspunkten.

7. Entscheidungsvorlage. Die Ergebnisse werden für die Gremienentscheidung aufbereitet — nachvollziehbar bis auf die zugrunde liegenden Annahmen.

Ergebnis / Deliverables

  • Produkt-Prozess-Matrix
  • Make-or-Buy-Bewertung je Fertigungsschritt
  • Technologievergleich mit Empfehlung
  • Kapazitäts- und Standortszenarien, wirtschaftlich bewertet
  • Fertigungsstrategie mit Umsetzungsstufen
  • Entscheidungsvorlage für die Geschäftsführung

FAQ

Häufige Fragen

Worin unterscheidet sich die Fertigungsstrategie von der Fabrikplanung?

Die Fertigungsstrategie klärt, was gefertigt wird, mit welcher Technologie und an welchem Standort. Die Fabrikplanung setzt diese Entscheidungen räumlich und organisatorisch um. In dieser Reihenfolge sind beide wirksam; umgekehrt wird eine Fabrik geplant, deren Zweck noch offen ist.

Über welchen Zeitraum wird geplant?

Der Horizont richtet sich nach der Bindungsdauer der Entscheidungen — bei Technologieinvestitionen und Standortfragen sind das mehrere Jahre. Wichtiger als die Jahreszahl sind definierte Entscheidungspunkte, an denen die Strategie gegen die tatsächliche Entwicklung geprüft wird.

Was passiert, wenn belastbare Kostendaten fehlen?

Fehlende Kostentransparenz je Fertigungsschritt ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. Die erforderliche Datengrundlage wird im Projekt aufgebaut; die Unsicherheit wird dabei ausgewiesen und über Sensitivitätsbetrachtungen beherrschbar gemacht, statt sie in einer Scheingenauigkeit zu verstecken.

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Von der Idee zur belastbaren Planung

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