Anlass
- Es laufen mehrere Digitalisierungsinitiativen ohne erkennbaren Zusammenhang
- Die Systemlandschaft ist gewachsen, Schnittstellen sind Einzelfalllösungen
- Daten sind vorhanden, aber nicht in einer Form, die Entscheidungen stützt
- Investitionsdruck besteht, eine Priorisierung fehlt
- Ein ERP- oder Systemwechsel steht an und die Frage ist, welche Prozesse vorher geklärt sein müssen
- Für Fördermittel oder Berichtspflichten wird eine nachvollziehbare Digitalisierungsplanung benötigt
Häufiger Ausgangspunkt ist eine Sammlung von Einzelvorhaben, die jeweils begründbar sind, aber in Summe keine Richtung ergeben.
Vorgehen
1. Standortbestimmung. Erfasst werden Prozesse, Systemlandschaft, Datenverfügbarkeit und -qualität sowie die Fähigkeiten und Kapazitäten in der Organisation. Bewertet wird nicht der Reifegrad gegenüber einem Modell, sondern die Eignung für die anstehenden Vorhaben.
2. Zielbild. Aus der Unternehmens- und Fertigungsstrategie wird abgeleitet, welche Wirkung Digitalisierung erzielen soll — Transparenz, Reaktionsfähigkeit, Qualität, Personalentlastung. Ohne diese Ableitung bleibt jede Priorisierung beliebig.
3. Anwendungsfälle identifizieren und bewerten. Konkrete Anwendungsfälle werden gesammelt und einheitlich bewertet: erwartete Wirkung, Aufwand, technische und organisatorische Voraussetzungen, Abhängigkeiten von anderen Vorhaben.
4. Zielarchitektur. Skizziert wird, welche Systeme welche Aufgabe übernehmen und wo Schnittstellen erforderlich sind — auf Ebene der Funktionen, nicht der Produkte.
5. Roadmap. Die Anwendungsfälle werden in eine Umsetzungsreihenfolge gebracht. Maßgeblich sind Abhängigkeiten und Voraussetzungen, nicht die erwartete Wirkung allein: Vorhaben, deren Datengrundlage fehlt, gehören nach hinten.
6. Entscheidungsvorlage. Roadmap, Aufwände und erwartete Wirkung werden für die Gremienentscheidung aufbereitet.
Ergebnis / Deliverables
- Standortbestimmung zu Prozessen, Systemen, Daten und Fähigkeiten
- Zielbild, abgeleitet aus der Unternehmensstrategie
- Bewertete Anwendungsfallliste
- Zielarchitektur auf Funktionsebene
- Roadmap mit Umsetzungsstufen und Abhängigkeiten
- Entscheidungsvorlage