Definition
Leistungsverfügbarkeit beurteilt ein Intralogistiksystem aus Sicht der geforderten Leistung. Im Mittelpunkt steht nicht nur, wie lange einzelne Komponenten technisch betriebsbereit sind, sondern ob das Gesamtsystem die vereinbarte Funktion innerhalb der zulässigen Warte- oder Durchlaufzeit erbringt.
Warum technische Verfügbarkeit nicht reicht
Einzelne Komponenten können hohe Zeitverfügbarkeit besitzen, während das verkettete System Aufträge trotzdem verspätet erfüllt. Puffer, Redundanzen, Steuerung und Wiederanlauf beeinflussen die tatsächlich erlebte Leistung. Deshalb werden Systemgrenze, Auftrag, Zeitfenster und Erfolgskriterium vor der Messung definiert.
Anwendung in Planung und Abnahme
- Leistungsfälle und Lastprofile im Lastenheft festlegen.
- Zulässige Warte- oder Durchlaufzeiten bestimmen.
- Messpunkt, Messdauer und Ausschlussregeln vereinbaren.
- Störung, Wiederanlauf und degradierte Betriebsarten berücksichtigen.
VDI 4486:2012-03 beschreibt diesen funktions- und leistungsorientierten Ansatz. Er ergänzt Dimensionierung und Simulationsstudie zur Leistungsverfügbarkeit um ein prüfbares Betriebskriterium.
Leistungsverfügbarkeit in der Intralogistik in der Praxis: Die passenden Planungs- und Beratungsansätze bündelt unsere Leistungsübersicht.