Kurzantwort
Transportgut, Relationen, Zeitprofil, Layout und Veränderungsbedarf bestimmen, ob feste Fördertechnik, fahrerlose Fahrzeuge oder manuell bediente Flurförderzeuge passen.
Welche Transporttechnik passt?
Feste Fördertechnik passt zu stabilen, hochfrequenten Relationen; FTS und AMR verbinden Automatisierung mit flexibleren Routen; Stapler und Schlepper bleiben bei wechselnden Aufgaben und geringerem Automatisierungsnutzen sinnvoll. Entscheidend ist die gesamte Transportaufgabe einschließlich Übergabe, Puffer, Steuerung und Betrieb.
Sieben Entscheidungskriterien
| Kriterium | Feste Fördertechnik | FTS/AMR | Stapler/Schlepper |
|---|---|---|---|
| Relationen | stabil und fest | mehrere, änderbar | stark wechselnd |
| Frequenz | hoch und gleichmäßig | mittel bis hoch | gering bis mittel |
| Automatisierung | hoch | hoch | niedrig |
| Layoutbindung | hoch | mittel | gering |
| Pufferwirkung | integrierbar | begrenzt | flächenabhängig |
| Skalierung | baulich/technisch | über Fahrzeuge und Infrastruktur | über Personal und Fahrzeuge |
| Betrieb | technische Instandhaltung | Leitsteuerung und Flottenbetrieb | Fahrpersonal und Verkehrsführung |
Die Systemgrenze entscheidet
Ein Gerätepreis ist kein Systemvergleich. Einbezogen werden Übergabestationen, Puffer, Schutztechnik, Ladeinfrastruktur, Leitsteuerung, Schnittstellen, Gebäudeanpassung, Bedienung, Instandhaltung und Rückfallbetrieb. Auch die Kosten eines Prozessstillstands oder einer späteren Layoutänderung können entscheidend sein.
Stabile Relation?
Bei hoher konstanter Frequenz feste Technik prüfen.
Variable Ziele?
FTS oder AMR gegen manuelle Fahrzeuge bewerten.
Unklare Spitzen?
Zeitprofile erheben und dynamisch testen.
Umbauten erwartet?
Flexibilität als bewertetes Kriterium monetarisieren.
Durchsatz und Verfügbarkeit
Die Nennleistung eines Förderers oder Fahrzeugs ist nicht die Systemleistung. Engstellen können an Übergaben, Kreuzungen, Aufzügen, Identifikation oder nachgelagerten Arbeitsplätzen liegen. Puffer entkoppeln Teilprozesse, benötigen aber Fläche und eine klare Steuerungslogik.
Vorgehen für einen belastbaren Vergleich
- Transportmatrix und Zeitprofile aufbauen.
- Technische Ausschlusskriterien und Umfeld prüfen.
- Mindestens eine organisatorische und eine technische Alternative bilden.
- Leistung, Verfügbarkeit und Erweiterung auf gleicher Systemgrenze auslegen.
- Investition, Betriebskosten und Nutzwert bewerten.
- Vorzugsvariante im Layout und Betriebskonzept konkretisieren.
Projektbezug: Transporttechnik, FTS- und AMR-Planung und Materialflussanalyse.