Glossar

Materialflussmatrix (Von-nach-Matrix)

Die Materialflussmatrix stellt Mengen oder Transportintensitäten zwischen Quellen und Senken dar und bildet die Grundlage für Layout- und Weganalysen.

Definition

Eine Materialflussmatrix, auch Von-nach-Matrix oder From-to-Chart, ordnet Quellen zeilenweise und Senken spaltenweise an. Jede Zelle enthält eine definierte Flussgröße, beispielsweise Behälter pro Schicht, Paletten pro Tag, Tonnen pro Jahr oder Transporte pro Stunde.

So wird die Matrix aufgebaut

  1. Systemgrenze, Zeitraum und einheitliche Mengeneinheit festlegen.
  2. Quellen und Senken eindeutig benennen.
  3. Arbeitspläne, Buchungsdaten oder Messungen in Beziehungen übersetzen.
  4. Leerfahrten, Rücktransporte und externe Flüsse getrennt ausweisen.
  5. Summen je Quelle und Senke mit dem Mengengerüst plausibilisieren.

Menge ist nicht gleich Transportintensität

Für Layoutentscheidungen kann die Menge mit Frequenz, Distanz, Aufwand oder Kosten gewichtet werden. Die Einheit muss sichtbar bleiben. Eine dimensionslose Mischkennzahl darf nicht als reale Transportmenge ausgegeben werden.

Grenzen der Methode

Die Matrix zeigt Beziehungen, aber keine zeitliche Reihenfolge, Warteschlange oder gemeinsame Ressource. Bei dynamischen Wechselwirkungen wird sie durch Wegediagramme, Zeitprofile und gegebenenfalls eine Simulationsstudie nach VDI 3633 ergänzt.

Die methodische Einordnung folgt den Prinzipien der Materialflussuntersuchung nach VDI 2689:2019-02.

Materialflussmatrix (Von-nach-Matrix) in der Praxis: Die passenden Planungs- und Beratungsansätze bündelt unsere Leistungsübersicht.